Othmar Sterzinger

Othmar Sterzinger wird am 1.4.1879 geboren.1 Er studiert Philosophie, Chemie, Mathematik und Physik und promoviert 1912 in Gießen. Ab 1919 ist er Gymnasiallehrer in Graz. 1920 habilitiert er sich bei Alexius Meinong für Experimentalpsychologie. 1925 wird er Assistent am Psychologischen Laboratorium. 1928 wird er Extraordinarius, 1940 außerplanmäßiger Professor (vgl. Huber 2007, 390 und Höflechner 1997, 83).

Sein Forschungsinteresse gilt vor allem der Kunstpsychologie (vgl. z. B. Sterzinger 1938 und ders. 1939). Mit der nationalsozialistischen Ideologie hat er wohl keine Probleme (vgl. Huber 2007, 391), wofür auch seine Mitgliedschaft in der Grazer Nebenstelle der „Deutschen Philosophischen Gesellschaft“ spricht (vgl. Tschinkel 2009, 14). 1940 scheidet er als Assistent aus dem Psychologischen Laboratorium aus, im selben Jahr wird er aus Krankheitsgründen für mehr als ein Jahr von der Universität beurlaubt. 1941 sucht er um Pensionierung an. Er unterrichtet noch bis zu seinem Lebensende in Graz, wo er 1944 verstirbt (vgl. Binder 2001, 690).

  1. Alle biografische Angaben stammen, sofern nicht anders angegeben, aus Binder et al. 2001, 682f.