Vergangenheit und Verantwortung

Wie mit dem nationalsozialistischen Erbe der eigenen Wissenschaft umgehen?

Mit 8. Mai 2016 sind 71 Jahre vergangen, seit das Terrorregime des „Dritten Reichs“ den 2. Weltkrieg verloren hat. Besonders die Universität, als Zentrum der Wissenschaft, muss ein Ort sein, an dem die Zeit des Nationalsozialismus mit all ihren Verbrechen und Abgründen niemals vergessen werden darf – noch viel mehr darf sie kein Ort sein, an dem diese Vergangenheit jemals ruht. Aus Sicht der Forschung kann das Interesse an einer, so plötzlich aus der Mitte einer sich als scheinbarer Höhepunkt der Schöpfung verstehenden Gesellschaft explodierender Barbarei, nie enden. Die Wissenschaft hat immer Verantwortung gegenüber ihrer eigenen Vergangenheit.

Die Veranstaltung soll sich in diesem Sinne mit dem Thema der nationalsozialistischen Vergangenheit in Bezug auf die eigene Wissenschaft auseinandersetzen; ein Projekt mit dem sich die Studienvertretung in Bezug auf die Philosophie beschäftigt hat, und dessen Resultat im Rahmen der Veranstaltung als Broschüre präsentiert wird.

Am 20.04.2016
ab 18:00 Uhr
am Institut für Philosophie, UR 09.51

Programm:

18:00
Präsentation der Broschüre „Kontinuitäten und Brüche: Das Grazer Philosophische Institut im Nationalsozialismus“

18:15
„Österreichische Philosophen aus der Sicht des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS – Kommentare zur weltanschaulich-politischen Haltung“
ILSE KOROTIN (Institut für Wissenschaft und Forschung, Wien)

19:05
„Zwischen Schuld und Verstrickung – Volkskunde und Nationalsozialismus an der Universität Graz“
HELMUT EBERHART: (Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Graz)

19:55
„Erkaltet die Nazi-Vergangenheit, weil die Perspektive der Kieberer und der Identitätsstifter erschöpft ist?“
CHRISTIAN FLECK (Institut für Soziologie, Graz)

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Buffet und Getränke!

Am 20.04.2016
ab 18:00 Uhr
am Institut für Philosophie, UR 09.51